Zeittafel Quadratestadt

766 - 1699

 

766
Das Dorf Mannheim wird als "Mannenheim" im Urkundenbuch des Klosters Lorsch erstmals genannt.
1247
Erste urkundliche Erwähnung des Mannheimer Rheinzolls.
 
um 
1275
Nach einer großen Überschwemmung mündet der Neckar nicht mehr südlich sondern nördlich von Mannheim in den Rhein .
1284
Mannheim gehört den Pfalzgrafen bei Rhein aus dem Hause Wittelsbach.
1307
Das Schultheißenamt wird zum ersten Mal genannt.
 
1349
Südlich von Mannheim am Rhein errichtet der Pfalzgraf die Zollburg Eichelsheim. Das nahegelegene Dorf zählt 1353 dank verschiedener Zollrechte zu den wichtigsten Orten der Pfalz.
 
1387
Älteste erhaltene Urkunde, die unter Mitwirkung des Mannheimer Dorfgerichts ausgestellt wurde.
1415
Der abgesetzte Papst Johannes (XXIII.) wird im Auftrag des Kaisers Sigismund im Schloß Eichelsheim gefangengehalten (bis 1418).
 
1462
Durch den Sieg in der Schlacht bei Seckenheim über das Heer seiner verbündeten Gegner, des Grafen von Württemberg, des Markgrafen von Baden und des Bischofs von Metz, begründet Kurfürst Friedrich I. der Siegreiche die pfälzische Vormachtstellung am mittleren Oberrhein.
1510
Schultheiß und Gericht von Mannheim führen ein Siegel.
 
1545
Kurfürst Friedrich II. von der Pfalz erwirbt das kirchliche Patronatsrecht in Mannheim, das zuvor das Stift St. Martin in Worms innehatte (urkundlich belegt seit 1378).
 
1556
Kurfürst Ottheinrich führt in der Pfalz die Reformation durch.
 
1566
Mannheim zählt mit 130 steuerzahlenden Haushaltsvorständen (ca. 700 Einwohner) zu den größten Dörfern des Oberamts Heidelberg.
1606
Kurfürst Friedrich IV. von der Pfalz legt den Grundstein zum Bau der Festung Friedrichsburg. Die damalige Planung eines gitterförmigen Straßennetzes für die mit der Festung verbundene Bürgerstadt Mannheim ist bis heute erhalten geblieben. Die ungefähr gleichgroßen Baublöcke werden als "Quadrate" bezeichnet; auf sie ist die Bezeichnung "Quadratestadt" zurückzuführen .
 
1607
Mannheim erhält von Kurfürst Friedrich IV. erste Privilegien. Sie werden in vier Sprachen (deutsch, lateinisch, französisch, niederländisch) gedruckt, um Zuwanderer aus ganz Europa anzuziehen.
 
1613
Pfalzgraf Johann von Zweibrücken, Vormund des minderjährigen Kurfürsts Friedrich V., verleiht der Stadt zwei Jahrmärkte auf 1. Mai und 22. September. In dieser Tradition steht der heutige Mannheimer Maimarkt.
 
1622
Tilly, Heerführer der katholischen Liga, zerstört und erobert Stadt und Festung. Bis zum Ende des 30jährigen Krieges (1618-48) wird Mannheim noch mehrfach besetzt und verwüstet.
 
1652
Die von Kurfürst Karl Ludwig von der Pfalz verliehenen neuen Privilegien begründen eine Stadtverfassung. Unter maßgeblicher Beteiligung französischer, wallonischer und flämischer Kolonisten wird Mannheim wiederaufgebaut.
 
1660
Eine "Judenkonzession" begünstigt die Niederlassung jüdischer Familien.
 
1664
In der Stadt bestehen 14 Brauereien. Sie werden fast ausschließlich von ausländischen Kolonisten betrieben.
 
1665
Die erste Lateinschule nimmt ihren Unterricht auf. In ihrer Tradition steht das heutige Karl-Friedrich-Gymnasium. Der Markt wird (wie noch heute) dreimal in der Woche auf G 1 abgehalten.
 

1669

erster rheinuebergang
Über den Rhein wird eine fliegende Brücke geschlagen.
 
 
 
 
 
 
1680
Die in der Festung Friedrichsburg im Zeichen religiöser Toleranz errichtete Eintrachtskirche wird geweiht.
 
1685
Philipp Wilhelm aus der katholischen Linie der Pfalzgrafen zu Neuburg tritt die Erbfolge als Kurfürst von der Pfalz an. Durch die Gleichberechtigung der christlichen Konfessionen gelangen Katholiken in den Stadtrat.
 
1689
Im Pfälzischen Erbfolgekrieg zerstören französische Truppen Mannheim.
 
1692
Auf dem rechten Neckarufer errichten zurückgekehrte Bürger die Siedlung Neu-Mannheim. die 1697 durch Brand größtenteils vernichtet wird.
 
1697
Kurfürst Johann Wilhelm fordert zum Wiederaufbau der Stadt auf. Um die geflohenen Bürger zur Rückkehr zu bewegen und neue Zuwanderer anzuziehen, erläßt der Kurfürst 1698 erweiterte Privilegien.
 
1699
Mannheim erhält ein Postamt.
1700 - 1899
 
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