Mit einem Zitat dieses Musikers

möchte ich meine Musikseite beginnen :

ERIC CLAPTON (61) gilt als einer der hervorragenden Rockgitarristen. In seinem individuellen Sound - sanft, warm, glimmernd - verschmilzt er Einflüsse von schwarzen Blues-Vorbildern wie Albert Kling und Robert Johnson zu einem völlig eigenständigen, lyrisch-expressiven Stil.

In den frühen 60er Jahren brillierte Clapton in der Combo  The Yardbirds  , die er nach dem Hit "For Your Love" verließ.
Mit John Mayalls Bluesbreakers revolutionierte er 1965 die Rockszene durch kraftvoll-vehemente Soli. 1966 gründete er mit Jack Bruce (Bass) und Ginger Baker(Drums) das legendäre Trio Cream  , dessen 20-minütige Kollektivimprovisationen die Grenzen der Rockmusik neu definierten.
Unter dem Psydonym Derek & The Dominoes  nahm der Gitarrist 1970 sein Meisterwerk auf: "Layla And Other Assorted Songs" führte die Zuhörer durch ein Fegefeuer von Gefühlen.
Seine Heroinsucht lähmte Clapton danach mehrere Jahre lang, bis er 1974 mit "461 Ocean Boulevard" ein glanzvolles Comeback feierte.
 
                       Die neue Erfolgsformel - songorientierter, lyrisch-realxter Pop - behielt er bei. Aber Alkoholprobleme führten in den 80igern zu einer tiefen Krise, die er erst nach dem schrecklichen Unfalltod seines Sohnes meisterte. Den Schmerz verarbeitete er 1992 in der bewegenden Ballade "Tears In Heaven" auf der Erfolgsplatte "MTV Unplugged".
Seither hat sich Clapton wieder dem Blues zugewandt, den er etwa mit der Gitarren-Legende B.B.King auf Augenhöhe zelebrierte.
(Quelle: MM-RN-Kreis 13.-19.7.06)

  Zuletzt war er kaum auf Konzerten zu sehen, da er sich intensiv der Therapie von Drogenabhängigen widmete: Vor dem Hintergrund eigener Suchterfahrungen eröffnete Clapton vor acht Jahren auf der Karibik-Insel Antigua die Drogenklinik "Crossroads Center".

Das ebenfalls 1998 erschienene Album "Pilgrims" verstand sich als musikalische Auseinandersetzung mit einem Läuterungsprozess, der 1987 nach jahrelanger Heroin- und Alkoholabhängigkeit begann, um bereits 1991 auf einer hate Probe gestellt zu werden, als Claptons Sohn Connor aus dem 53. Stock eines New Yorker Hochhauses stürzte. Seine Trauer verarbeitete Clapton in dem Song "Tears In Heaven", der zu einer der erfolgreichsten Balladen der Popgeschichte werden sollte.
 
 
Nun ist die britische Gitarrenlegende endlich wieder live (2006) in Deutschland zu sehen. Im Gespräch erzählt Clapton von der Beziehung zu seinen Fans, seinem Verhältnis zum Ruhm und von deutschen Besonderheiten.
 
Hier ein paar Auszüge eines Interviews mit Clapton.
Er gastierte am 23.Juli 06 in Mannheims SAP-Arena. Leider war es mir nicht ermöglicht, ihn live zu erleben. Das Konzert war Monate zuvor schon ausverkauft.
 
* Um einen Song Ihres Albums "Reptile" zu zitieren: Fühlen Sie sich inzwischen wie ein "Superman Inside" ? *
E.C.:  Ja, meistens jedenfalls (lacht). Ich bin zufrieden mit meiner Entwicklung als Mensch. Ich muss immer noch an vielen Dingen an mir arbeiten. Aber nicht zuletzt durch meine Familie habe ich jetzt eine gewisse Konstanz in meinem Leben.
Die hatte ich vorher nicht. Diese Konstanz hängt nicht davon ab, wie andere Leute mich sehen, oder wie erfolgreich ich in meiner Karriere bin. Es kommt viel mehr von innen. Es ist eine Art spirtuelle Lösung. Ich kann es gar nicht richtig definieren.
Ich finde einfach, dass ich im Moment in meinem Leben viel mehr Sicherheit spüre, in der Art, wie ich mich selbst sehe.
 
* Wird dem "Superman Inside" das Touren nicht mal zu viel ? *
E.C.:  Ich muss zugeben, dass ich heutzutage weniger arbeiten möchte. Aber so einmal im Jahr habe ich den Drang, live zu spielen. Es ist nicht mehr so wie früher, wo ich manchmal ein ganzes Jahr unterwegs war. Ich habe eine Familie und ich möchte so viel Zeit mit ihr verbringen, wie ich nur kann.
Aber die Musik ist mein Job und der macht mit immer noch Spaß. Außerdem kann ich mit großartigen Musikern zusammen arbeiten. Also muss  und will ich auch wieder auf Touren gehen.
 
* Woher nehmen Sie die Energie, immer weiterzumachen ? *
E.C.: Die ist eigentlich immer da. Solange ich Musik mag und gern spiele, wird es für mich immer etwas zu tun geben.
 
* Wie wichtig sind die Fans für Sie? *
E.C.: Als Mensch ist es ein fundamentaler Teil meiner Persönlichkeit, dass andere Menschen mich mögen. Aber ich muss mir selbst sicher sein, denn meine Erfahrung als Musiker sagt mir: Wenn ich zu sehr von der Meinung anderer abhänge, kann das mit großen Schmerzen verbunden sein.
 
* Und wie reagieren Sie auf Kritik ? *
E.C.: Wenn ich heute kritisiert werde, nehme ich mit aus der Kritik das heraus, was mir hilft, meine Arbeit zu verbessern.
Aber in der Vergangenheit habe ich der Kritik zu vorschnell erlaubt, mich zu zerstören. Meine Reaktion war oft: Okay, ich gebe auf. Wenn jemand meine Musik nicht mag, ist sie offenbar nicht gut. Was soll das Ganze also? Deshalb war ich immer so oft am Boden zersört.
Heute habe ich so viel Selbstsicherheit, dass ich interessiert und motiviert bin durch die Unterstützung meiner Fans. Aber ich lasse mir das nicht mehr zu Kopfe steigen.
 
* Welche Songs haben Sie für die Tour ausgewählt und werden Sie jeden Abend dasselbe Programm spielen ? *
E.C.: Ich spiele diesmal mit Musikern zusammen, die ich schon lange verehrte, aber noch nie die Gelegenheit hatte, mit ihnen auf Tour zu gehen. Steve Jordon (Schlagzeug) und Willy Weeks (Bass) sind die Rhythmussektion. Ich freue mich sehr darauf, mit ihnen zusammen zu spielen.
Bei der Vorbereitung auf die Tour habe ich einen Songkatalog zusammen gestellt, mit denen hoffentlich alle Musiker etwas anfangen können. Es sind rund 30 Songs aus allen Jahren. Im Laufe der Tour wird sich das Programm aber sicher noch verändern.
 
* Wie haben Sie die Gitarristen ausgewählt ? *
E.C.: Ich wollte diesmal drei Gitarristen dabei haben, nicht nur einen Lead- und einen Rhythmus-Gitarristen. Und es mussten natürlich Top-Leute sein. Ich hatte eine kleine Liste, fragte aber auch Doyle Brmhall, wen er mir empfehlen könnte. Er schlug mir Derek Trucks vor, denn auf der Bühne werden wir drei sehr eng zusammen arbeiten. Derek erinnert mich in seiner Spielweise an meine Zeit mit "Derek & The Dominoes". Er ist sehr vielseitig. Ich glaube, dass wir selbst nsvh rinrm Jahr auf Tour nun an der Oberfläche gekratzt haben, was wir alles spielen könnten.
Die Herausforderung für mich besteht darin, das Beste aus uns dreien herauszuholen.
 
*  Wie sehen Sie Ihre Rolle als Chef innerhalb der Band ? *
E.C.: Es sind viele interessante Musikerpersönlichkeiten mit dabei: die bereits Genannten, dann natürlich der Keyboarder Chris Stainton, mit dem ich schon lange zusammen arbeite. Darüber hinaus der Keyboarder Tim Carmon, zwei Background-Sängerinnen und die Kick Horns.
Ich werde alles ein bisschen kontrollieren müssen, aber ich werde allen auch ihre Freiheiten lassen. Denn es kann sehr spannend sein, die Zügel mal locker zu lassen und zu sehen, wohin es sich entwickelt.
Ich möchte, dass die Songs ein Eigenleben entfalten. Ich würde den Musikern niemals sagen, wie sie zu spielen haben. Sie wissen, dass sie große Freiheiten haben.
 
* Welche Gefühle haben Sie in Bezug auf Ihre Konzerte in Deutschland ? *
E.C.: Deutschland ist etwas Besonderes. Die Deutschen lieben Musik. Ich habe nur gute Erinnerungen. Ausserdem scheinen die Deutschen Live-Musik zu mögen. Ich finde es immer toll, dort zu spielen.
 
* Zum Schluss eine besondere Frage: Können Sie Ihre Auffassung von Musik definieren ? *
E.C.: Musik ist für mich wie ein Stammbaum, wie Mitglied einer alten Familie zu sein, die sehr tiefe Wurzeln hat.
So tief, wie die menschliche Sprache reicht. Es ist egal, wo jemand herkommt. Die Musik kann uns helfen, auf einer höheren Ebene zu kommunizieren. Ich denke, ich bin ein Diener dieses Prinzips.
Es gibt Regeln. Und diese Regeln könnte ich sehr einfach brechen, wenn ich versuchen würde, Musik für mich allein zu machen.
Das Prinzip ist also:  - Ich muss für die Musik arbeiten - Ich muss die Musik als Heilkraft und als Sprache weiterbringen, damit immer mehr Menschen zusammenkommen......
(Quelle: MM-RN 13.-19.7.06)
 

Gitarrenlegende B.B. KING



Riley B. King *16. September 1925 , in Itta Bena oder Indianola, Mississippi - USA , bekannt als B. B. King, ist einer der einflussreichsten Blues-Gitarristen und -Sänger. Das „B.B.“ in seinem Namen steht für Blues Boy, sein Moderationspseudonym beim Radiosender WDIA.

King wuchs im Mississippi-Delta auf. Nachdem seine Mutter sich von ihrem Mann trennte und 1935 verstarb, wollte King nicht zu seiner Tante oder Großmutter ziehen, sondern sich selber durchs Leben schlagen. Schon als Kind war er begeisterter Anhänger der Musik von Blind Lemon Jefferson und dem Bluesmusiker Lonnie Johnson. Zu seinen weiteren Vorbildern zählten der Bluesmusiker T-Bone Walker sowie Jazzmusiker wie Charlie Christian und Django Reinhardt. Er verdiente seinen Lebensunterhalt auf Baumwollplantagen von weißen Farmern, fuhr Traktoren und verdiente sich damit in den 40er Jahren seine erste Gitarre.

B.B. King wurde einer der drei „Kings“ des elektrischen Blues, zusammen mit Albert und Freddi King, die sich beide nach seinem Erfolg in „Kings“ umbenannten, und somit einer der einflussreichsten Interpreten des Blues. Sein Stil beeinflusste viele Gitarristen wie Peter Green, Eric Clapton und John Mayall bis hin zu Angus Young von AC/DC.

Er spielt auf Gibson-Gitarren, denen er traditionell seit den 50er Jahren den Kosenamen „Lucille“ gibt. Der Grund dafür liegt in einem Erlebnis, dass er in einem Club in den USA hatte. Er spielte mit seiner Band, in einem kleinen Lokal, welches durch ein offenes Feuer in einer Blechtonne beheizt wurde. Während des Auftritts gab es ein Gerangel zwischen zwei Männern - sie stritten um eine Frau. Dabei wurden sie handgreiflich und stießen die Tonne mit dem Feuer um. Plötzlich brannte der ganze Laden und alle flüchteten nach draussen. B.B. King bemerkte im Freien, dass er auf der Bühne seine Gitarre vergessen hatte. So rannte er unter Einsatz seines Lebens zurück, um die Gibson ES 335 zu retten. Aus dem lichterloh brennenden Club kam er mit seiner Gitarre gerade noch heraus. Es stellte sich heraus, dass die Frau, wegen der die beiden Männer sich geprügelt hatten, "Lucille" hieß. Seitdem heißt auch B.B.s Gitarre so. Gegenüber der Presse erklärte er: „Abgesehen von richtigem Sex mit einer richtigen Frau gibt es nichts, was mir solch eine innere Ruhe gibt wie Lucille“. B.B. King war mit fünfzehn Frauen liiert, ohne jemals zu heiraten, und hat fünfzehn Kinder.

Anfangs wurde er vom Massenpublikum, das lieber Rock'n Roll und später auch Soul hörte, kaum wahrgenommen. Populär wurde er erst in den 1960ern, als auch die Hippies den Blues für sich entdeckten und er bei Rockfestivals auftrat. Den Durchbruch schaffte er Ende der 60er Jahre mit dem Titel „The Thrill Is Gone“. Im Jahr 1969 spielte B.B. King neben Ike & Tina Turner bei der US-Tournee der Rolling Stones im Vorprogramm.

Zu den weiteren Hits von B. B. King gehören „You Know I Love You“, „Woke Up This Morning“, „Please Love Me“, „When My Heart Beats like a Hammer“, „Whole Lotta' Love“, „You Upset Me Baby“, „Every Day I Have the Blues“, „Sneakin' Around“, „Ten Long Years“, „Bad Luck“, „Sweet Little Angel“, „On My Word of Honor“, „Please Accept My Love“, „To Know You Is to Love You“ und „I Like to Live the Love“. Im November 1964 nahm er das legendäre Album Live at the Regal in Chicago auf.

Mit U2 spielte er für deren Album Rattle and Hum den Song „When Love Comes To Town“ ein. Außerdem nahm B. B. King an der darauffolgenden „Lovetown“-Tour im Jahr 1989 teil. Im Jahr 2000 produzierte er mit Eric Clapton das Album Riding With the King. Zu seinen Jazz-Kollegen wie Dizzy Gillespie, Miles Davis und Charlie Parker äußerte sich King einmal, was die machten, „ging schlicht über meinen Horizont“.

King besitzt mehrere Bluesclubs in den USA, unter Anderem an der Beale Street in Memphis, Tennessee, in New Orleans und in Nashville, in denen er hin und wieder auftritt. Unter seinem Namen werden auch Merchandising-Artikel wie Barbecue-Zubehör und Gitarrensaiten vermarktet. Er unternahm regelmäßig ausgedehnte Tourneen und spielte mitunter über 200 Konzerte pro Jahr. Seit 2004 tritt B.B. King, der seit über 60 Jahren fast ununterbrochen unterwegs war, altersbedingt und aus gesundheitlichen Gründen seltener auf. Im Sommer 2005 unternahm er eine „Final Farewell Tour“ durch Europa. Aber auch 2006 trat er in den Vereinigten Staaten und erneut in Europa auf.

1980 wurde B.B. King in die Blues Hall of Fame aufgenommen. 2004 erhielt er den inoffiziellen „Nobelpreis für Musik“, den Polar Music Prize.

 B.B. Kings Markenzeichen ist seine “ Lucille “ eine schwarze Gibson ES 355 ohne F-Holes. Gibson baut ihm 1979 dieses Custon-Model die er seit 1980 spielt. Davor spielte er u.a. eine Gibson ES-335 und ES-355. Als Akustikgitarre benutzte B.B. King gelegentlich eine Gibson L-00 Blues King und eine Gibson Custom J-200. 

B.B. Kings Hauptverstärker-Modell seit etwa Mitte der Sechziger ist der Fender Twin Reverb . In der Neunzigern spielte er über Fender Twin Reverb Reissue-Modelle und  Gibson Lab Series-Modelle.

B.B.King-Fans im Rhein-Neckar-Kreis können sich freuen.

Gitarrenlegende auf seiner "Farewell-Tournee am 10.Sept.06 in Mannheim
 
Der "King Of Blues" tritt ab: Mit fast 81 Jahren erklärt B.B.King seinen endgültigen Abschied von der europäischen Bühne. Aber ganz in Rente geht der Beale Street Blues Boy natürlich noch nicht.

 Ausschnitte eines Interviews :
 
* Mr. King, ist das wirklich Ihre letzte Europa-Tour?
KING:  Nun, wir nennen das ganze "Farewell"-Tour. Das hast du doch bestimmt gelesen, oder?
 
* Ja, aber die 2005erTour stand unter demselben Motto - und Sie sind trotzdem wieder hier....
KING: Ich habe mich erst jetzt entschieden, dass es das letzte Mal ist. Ich bin nie in Rente gegangen. Und wenn das irgendjemand behauptet hat, dann bestimmt nicht ICH. Ich habe das nie gesagt.
 
* Werden Sie Europa vermissen ?
KING: Das werde ich ganz bestimmt. Genau wie die Straßen an sich. Schließlich bin ich bekannt dafür, dass ich seit Jahren durch die Gegend tingle. Ich weiß gar nicht, seit wie vielen Jahren ich das nun schon mache, aber ich reise garantiert schon über 30Jahre um die Welt. Und das hat mir immer sehr gefallen. Ich habe eine Menge Freunde auf der ganzen Welt gewonnen und in über 90 verschiedenen Ländern gespielt. Aber jetzt ist es an der Zeit aufzuhören. Keine Ahnung warum, ich habe einfach das Gefühl, dass es soweit ist.
 
* Erinnern Sie sich noch an ihren ersten Deutschland-Besuch?
KING: Ich denke, das war in den frühen 70igern. Und es war saukalt. Das ist das einzige, woran ich mich ganz genau erinnere - dass es unglaublich kalt war. Ich glaube, an dem Tag war die Überschrift in der Zeitung: "Europa ist eingefroren". Und ich bin schließlich aus dem südlichen Teil von Mississippi. Deshalb bin ich auch nicht so scharf auf kaltes Wetter.
Ich habe mich wohl nicht so sonderlich wohl gefühlt, als ich hier ankam. Aber ich habe es geschafft, mit einen kleinen Heizlüfter zu organisieren. So habe ich das überstanden.
 
* Sie spielen seit Jahrzehnten dieselbe Gitarre, die natürlich nicht wirklich diesselbe ist. Wie viele Lucilles gibt es?
KING: Ich habe 17 Stück. Und die haben mit gerade erst wieder eine zu meinem 80.Geburtstag geschenkt. Das war die 17. Aber bestimmt nicht die Letzte......
* Verkörpert Lucille die perfekte Frau?
KING: Wenn wir über Frauen reden, dann ist Lucille die einzige, die nie  mit mir diskutiert (lacht!). Ich wette mit dir: Die meisten Frauen, die du kennst, diskutieren doch ständig, oder? Das ist einfach ihre Art. Sie stimmen nie mit dem überein, was du sagst. Aber Lucille tut es - und dafür liebe ich sie !
 
* Es ist also eine "SIE"?
KING: Ich würde die definitiv als eine Sie bezeichnen - abe rich höre auch Leute, die auf Schiffen arbeiten, und sie dagen: Sie wurde dann und dann zu Wasser gelassen." Also, was sagt dir das?
Denkst du etwa auch, Schiffe wären Frauen? (lacht!). Also, ich würde mich da nicht festlegen wollen.....Aber Lucille nenne ich so, weil es eine Lady namens Lucille gab, wegen der sich zwei Kerle geprügelt und dabei ein riesiges Feuer verursacht haben. Dummerweise war meine Gitarre mittendrin, und deshalb bin ich zurück in das brennende Gebäude und habe sie rausgeholt.
Dabei wäre ich selbst fast verbrannt. Am nächsten Tag habe ich meine Gitarre Lucille genannt.
Eben um mich daran zu erinnern, dass ich das nie wieder tue.
 
* Haben Sie eine echte Lucille je kennengelernt?
KING: Nein, ich glaube, das ist auch gut so. Solche Frauen sind nicht gut für einen Mann. Schon gar nicht für mich.
 
* Sie haben 15 Kinder von ebenso vielen Frauen, waren aber nur zweimal verheiratet. Warum haben Sie sich nie wieder getraut?
KING: Weil das nicht zu meinem Lebensstil passt. Ich war ja immer auf Tour. Ich schätze, das ist eben der Preis, den ich mit meinem Erfolg bezahlen muss. Manchmal bin ich schon ein wenig traurig drüber. Denn Frauen sind eines der schönsten Geschenke, die Gott uns gegeben hat.
 
* Sie haben letztes Jahr ein Album namens "80" veröffentlicht, auf dem sie sich mit Elton John, Mark Knopfler, Eric Clapton und vielen anderen duettiert haben. Planen Sie weitere Aufnahmen?
KING:  Aber natürlich. Ich würde wahnsinnig gerne etwas mit farbigen Künstlern machen. Ganz einfach, weil ich das über all die Jahre nie hinbekommen habe. Ich wünschte z.B., ich hätte etwas mit Ray Charles oder J.L.Hooker aufgenommen. Oder auch mit J.Hendrix. Das wäre was gewesen! Aber irgendwie ist es nie dazu gekommen. Und deswegen würde ich in der Zeit, die mir noch bleibt, gerne etwas mit Leuten wie Prince, Lenny Kravitz, Ben Harper, Keb Mo oder Van Hunt machen. Das sind alles tolle Gitarristen und klasse Songwriter. Ich würde mich glücklich schätzen, wenn es dazu kommt.
 
*Welches Programm fahren Sie bei der letzten Tournee auf?
KING:  Dassselbe wie immer: die Stücke, die die Leute kennen und lieben, und die sie eigentlich immer wieder hören wollen. Deshalb kommen sie ja zzu den Konzerten. Nicht, um irgendwelches skurriles Zeugs zu hören, sondern das, zu dem sie singen, klatschen und tanzen können.
Das, was ihnen Spaß macht. Und das bringe ich mit meiner Band, mit der widerum ich sehr viel Spaß habe.
 
So hat jeder was davon. Aber wenn du keinen Spaß haben willst, dann bleib besser zuhaus und diskutiere mit deiner Frau. (lacht!)
 
(Quelle: MM-RN24.-30.Aug.06)

Und weiter geht's mit Gitarrenlegenden .....

Na, wer ist der Besitzer dieser Bass-Gituars ?

Ich sage nur:  Gründer einer einzigartigen Gruppe. Geniale Rockkultur, musikalische Meisterwerke..........

Roger Waters sowie Pink Floyd zählen heute noch zu meinen Musiker-Favoriten. Auch bin ich der Meinung, keine anderen Musiker konnten ihnen bisher das Wasser reichen...........


George Roger Waters wurde am 6. September 1943 in Great Bookham / Cambridge geboren.

Sein Vater Eric Fletcher Waters fiel im Krieg in Italien bei Anzio am 16. Februar 1944.

Seine schottische Mutter hat ihm eine "vernünftige Einstellung zur Welt und dem Leben" vermittelt, zumindest "so vernünftig, wie es ihr möglich war." Mary Roger Waters mag das Fehlen des Vaters überkompensiert haben, aber im Herzen versuchte sie nur, für den
jüngsten ihrer drei Söhne das Beste zu erreichen. Sie war und ist eine Persönlichkeit mit festgefügten Ansichten (darunter auch extrem linken politischen). Wie die Mutter, so der Sohn - der nie auch nur ansatzweise zu erkennen gegeben hat, daß er das ändern möchte.

Eine Ausbildung zum Marinekadetten brach er ab, da Disziplin nichts für ihn war - unehrenhaft wurde er entlassen. Statt dessen wurde er Vorsitzender der örtlichen Jugendgruppe der Anti-Atomwaffen-Bewegung.

Wie alle anderen der Pink Floyds Mitglieder lernte er mit verschiedenen Bands die Bühnenarbeit kennen, hauptsächlich spielte Roger Waters in Blues-Formationen. Gemeinsam mit Rick Wright beginnt er 1962 sein Architekturstudium am Regent Street Polytechnikum in London. Zu seinen Schulbuddy`s gehörte auch Storm Thorgersen, der später als Kopf von Hipgnosis die Albumcover der Floyds entwerfen sollte.
 
Roger Waters hat als Gründer und zentrale Persönlichkeit von Pink Floyd den Mythos und Weltruhm dieser einzigartigen Gruppe begründet. Von 1965 bis 1983 lieferte der einstige Architekturstudent die entscheidenden Akzente und Konzepte, mit denen der musikalische Experimentalismus seine Ausnahmeposition in der Rockkultur erreichte. Roger Waters komponierte geniale, sarkastische, kontroverse Songs, die als avantgardistische Meisterwerke der musikalischen Moderne gelten.

In Roger Waters Leben stellte der Verlust seines Vaters den ersten und den schlimmsten Stein in seiner Mauer dar. Roger Waters erzählt in der Musik und im Film The Wall aus seiner Kindheit. Die doppel LP erlangte Weltruhm und Pink Floyd wurde jedem bekannt.

Im Februar 1983 begann Pink Floyd mit den Aufnahmen zu The Final Cut. Dieses Album, das unter dem Eindruck des Falkland-Krieges entstand trägt den Untertitel
A Requiem For The Post War Dream .
Die LP war gewissermaßen ein Soloprojekt von Roger Waters. Es schien so, als wären Pink Floyd die letzten zehn Jahre gleichbedeutend mit Roger Waters und die übrigen Mitglieder bloßes Beiwerk gewesen.

- Die Gruppe Pink Floyd brach 1983 auseinander. -

Es folgte ein langer Streit zwischen Roger Waters und David Gilmour  um die Song bzw. Musikrechte und den Namen Pink Floyd.

Roger Waters nahm ein Soloalbum auf und ging 1984 auf eine finanziell katastrophale Solotournee. 1986 schrieb er die Musik für den Antikriegs-Zeichentrickfilm  When the wind blows.
 
 
Waters war es auch, der sich nach dem Fall der Mauer in Berlin für den größten Live-Event einsetzte.
300.000 bis 400.000 Menschen aus ganz Europa strömten 1990 zu diesem Jahrhundertereignis auf den Potsdamer Platz. Über hundert Millionen Menschen weltweit verfolgten die Live-Übertragung des Spektakels im gerade wiedervereinigten Berlin an den Bildschirmen. Die Ticketeinnahmen wurden gespendet.
 
Es war das bisher größte NON-Profit Groß-Konzert in Europa und ein riesiges Medienereignis, bei dem Roger Waters die Mauer erneut einfallen lies, allerdings seine Konzertmauer aus tausenden von Schaumstoffsteinen.

Mit seinen Solo- Alben ThePros And Cons 
Of Hitchhiking, Radio K.A.O.S. und dem düster- ironischen Amused To Death setzte Roger Waters seinen Weg konsequent fort.
 


Waters will seine Hörer wachrütteln und betroffen machen. Seine Songs sind textlich und musikalisch so angelegt, dass man diese Botschaft nicht übersehen kann.

Auf Flickering flame, Waters bisher letztem Album, sind einige wunderschöne Songs, die vor allem durch die hervorragenden Musiker, die Waters zur Seite stehen, erreicht werden.
Das Gitarrenspiel von Andy Fairweather Low, der auch zur Live-Truppe von Waters gehört, ist einfach super.
Die Live-Versionen von Perfect Sense, Part I + II werden so zu einem Erlebnis.
 
Das Album Flickering Flame muss man nicht haben, aber wer einen Einstieg sucht in die Musik von Roger Waters, ist damit gut bedient, da es eine sehr schöne Zusammenstellung enthält der letzten 20 Jahre.

Fortsetzung folgt.


 







 



 

 

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