Narben auf der Seele
 
Ein Kind in seiner unbeschwerten Welt
bunte Farben und Sonnenschein
fröhliches Wohlbehagen
äußere Hülle als Schutzmantel
verdeckt die Wirklichkeit.

Dahinter?
Düster und verborgen
schwere Gewitter
werfen ihre finstere Schatten
über die unschuldig-reine Seele.
 
         

Die Tage werden zur Nacht
der Himmel verliert immer weiter
seine klare helle Freundlichkeit.

Leuchtende Weite in blau und weiß
wandelt in neue Farbnuancen
grau bis schwarz
durchzieht das junge Wolkenmeer.

Schweigen ist oberstes Gebot
die Seele
schickt stumme Hilfeschreie an die Sonne
die Nacht
lässt Tage und Helligkeit nicht zu.

Schmerz brennt sich tief in zarte Haut
Angst und Verachtung
inoperable Verletzung
Rest Selbstschutz durch
Verdrängung und Resignation
über den Verrat am eigenen Körper.
 
Ein Kind - ein junges Mädchen - eine Frau
folgt ihrer inneren leisen Stimme
Selbstachtung wiederfinden
Vertrauen aufbauen
Zuversicht gewinnen.
            
Zeit
damals - jetzt - irgendwann
heilt nicht alle hässlichen Wunden
Hoffnung
nie verlieren
vielleicht werden ja irgendwann
schöne Narben daraus.
Tiefe Narben meiner Seele.
 
- eingesandter Beitrag Gedichtewettbewerb 2006 -
- Febr.06 Ew. -
 

Kostenlose Homepage von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!