Mein kleiner Stern 

 


 
Einst stand mein kleiner Stern
am blauen Himmel soweit fern.
er fühlte sich so sehr allein
und wollte nicht mehr traurig sein.

Die anderen Sterne rings umher
die glitzerten wie Gold so sehr.
erstrahlten hell im edlen Schein
von einer Schönheit, sanft und rein.

Dem Sternlein war das Herz so schwer:
"die Andern', ja, die glänzen sehr
und ich? Ich armer kleiner Wicht
zum Funkeln taug' ich nie und nicht."

Er weinte dann, mein kleiner Stern
am dunklen Himmel so weit fern
als plötzlich eine Stimme klingt
die ihm auf einmal Hoffnung bringt:

"Du dummer, kleiner Sternenmann
was fängst du so zu weinen an?
sieh dich mal an, du bist zwar klein,
dein Herz aber - ist hell und rein!"

Die Stimme, die kam aus dem Mond,
dort ewig schon ein Männlein wohnt;
es galt als weise, sanft und gut.
und machte meinem Sternlein Mut.

"Nun hör mal zu, mein lieber Stern
die Antwort, liegt gar nicht fern.
die Anderen glänzen außen sehr
doch du glänzt innen umso mehr!

 

 

Mach auf dein Herz, verzage nicht!
Du findest Hoffnung, Wärme, Licht
und nur die Liebe stets gewinnt
wenn alle Schönheit längst verrinnt!"

Von nun an stand mein kleiner Stern
am blauen Himmel, soweit fern -
von einer Liebe eingehüllt,
die alle Galaxien füllt
.
 

 

 

- Juni 05 - Ew -

                                                                             

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